Stylekicker trifft Sneakerskills

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Entertainment

Sneakerskills-Head Nelson ist nicht nur Blogger, sondern auch als Schiedsrichter aktiv – und ein echter Arsenal-Nerd. Wir haben mit ihm über Thierry Henry, das Jahr der Leggings und das farbliche Matchen von Pfeife und Uhr gesprochen.

Servus Nelson! Mit was beschäftigt sich Sneakerskills, dein Blog?

Hauptsächlich geht‘s bei Sneakerskills um Schuhe. Seien es Turnschuhe, Loafer oder Fußballschuhe – alles, was man mit dem männlichen Schuhwerk in Verbindung bringt. Hin und wieder geht es auch mal um das weibliche Schuhwerk. Daneben geht’s auch um Musik, Fashion & Lifestyle, Dance, Design & Art und – nicht zu vergessen – um Sport. Für diese Themen steht das “skills” im Namen.

Deine Leidenschaft für Fußball ist offensichtlich. Wie kommt bzw. kam es zu deiner Arsenal-Affinität?

Oh ja, “Gunner for life”, Baby. Ich habe als kleiner Junge Thierry Henry spielen gesehen – und wollte so spielen wie er. Hab’ mir, wie er, die Stutzen bis über die Knie gezogen und auch fast alle seine Fußballschuhe gekauft, wie den Nike Mercurial Vapor III FG in silber/rot, den ich bis heute noch gerne anziehe, wenn ich kicken gehe. Der Club hat Tradition und ist eines der erfolgreichsten englischen Teams, auch wenn’s in den letzten neun Jahren nur für den FA Cup gereicht hat. Arsène Wenger hat das Spiel mit dem One-Toch-Football geprägt, bis Pep und der Tiki Taka rauskamen. Mein Lieblingspieler ist und bleibt Thierry Henry. Als er via Facebook verkündete, dass er aufhört, war das ein beschissener Tag für mich. Ich habe es geliebt, ihm beim Spielen zuzuschauen, seine Ballannahmen, seine Torjubel: Brust raus, Blick ins Publikum und Zeigefinger hoch – oder der Torjubel gegen Tottenham 2002, legendär. Den Wechsel von Podolski finde ich kacke. Poldi war der zweiteffektivste Stürmer im Kader laut Statistik. Warum er so wenig gespielt hat, weiß ich leider nicht. Wenger hatte sein Gründe. Aus meiner Sicht hat er sich nicht aufs Fußballspielen konzentriert, sondern mehr auf Instagram, Twitter – und darauf, oft in Köln zu sein.

Du bist auch selbst auf dem Platz aktiv – wie steht’s um deine Schiedsrichter-Karriere? Und: Wie viel Style verträgt ein Referee, der ja eigentlich möglichst unauffällig bleiben soll?

Wir Referees vertragen eigentlich genauso viel Style wie die Spieler. Meine Assistenten aus meinem alten Kreis Jülich (#fussballstammtischkreisjülich) meinten mal, ich hätte als Schiri geilere Fußballschuhe als manche Spieler an. Also, ich achte da prinzipiell auf drei Sachen: Pfeife, Uhr und Schuhe. Pfeife und Uhr passen farblich immer zusammen, die Schuhe – am liebsten f50 und #allblack – sind immer komplett schwarz. Das beste Kompliment, das ich letztes Jahr von einem Schiedsrichter-Beobachter bekommen habe, war, dass ich ein Instinkt-Schiedsrichter mit den besten Eigenschaften für diesen Job sei. Leider ist meine Karriere seit einem Jahr im Stillstand. Ich musste mich freistellen lassen wegen einer Knie-Operation. Die Patellasehne zeigt mir die Rote Karte. Man nennt das ganze “Patellaspitzensyndrom”, auch bekannt als Jumper’s Knee. Wann ich wieder zurückkommen werde, weiß ich noch nicht – zunächst einmal muss ich fit werden und da es nur ein Hobby ist, geht die Gesundheit vor. Sonntags auf dem Platz zu stehen, fehlt mir jedoch sehr.

Du kommst aus NRW, mittlerweile wohnst du im Rhein-Main-Gebiet. Welche Ecke in Deutschland hat die Nase in Sachen Lifestyle und/ oder Sneaker vorn?

In Sachen Lifestyle und Sneaker geht’s in der Hauptstadt richtig ab und sehr individuell zu. Dahinter kommen für mich München und Köln. In München tragen sehr viele Avantgarde und Köln ist einfach lässig, nicht ganz so krass wie Berlin.

Wenn du auf das Jahr 2014 zurückblickst: Welche Highlights haben dir die vergangenen zwölf Monate gebracht?

Hmm – für mich war der Nike Flyknit Rosherun “Fireberry” der Schuh überhaupt. Das Flyknit Upper finde ich saustark. Ich finde den Flyknit Rosherun noch bequemer als den Rosherun. Was Fußball angeht, klar: die WM und der FA Cup-Titel von Arsenal London. In Sachen Lifestyle würde ich sagen, dass die Tight/Leggings dieses Jahr die Chino ersetzt hat. Außerhalb der Arbeit hatte ich lieber die “Leggings” an. Klingt bisschen komisch, war aber so. Auf Seiten der Brands war 2014 das Jahr von Beastin, Marcelo Burlon und Filling Pieces – auch, wenn ich noch nichts von ihnen im Schrank habe, finde ich sie stark. Bei den Sneaker-Brands haben mich vor allem Nike und Puma überzeugt. Aber auch Events wie die Berliner Fashion Week und die Sneakerness in Paris waren nice. Wobei Köln in Sachen Aftershowparty noch einen Ticken besser war…

Die abschließende, unvermeidliche Frage: Wer ist für dich aktuell der größte Stylekicker – eher ein Typ wie Cristiano Ronaldo oder doch eher ein Theo Walcott?

CR7 schon mal gar nicht. Theo wiederum ist bisschen zu ruhig. Ihn und den Rest vom Team Arsenal habe ich 2012 in Köln in der bar51 getroffen. Da ging ein Traum in Erfüllung. Wenn, dann sind es also schon eher Kieran Gibbs oder Danny Welbeck. Gibbs hatte an dem Abend einen coolen Style, Welbeck dieses Jahr auf der Weihnachtsfeier.

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Fotos: Sneakerskills